Signographie : Die Welt der Zeichen

Beiträge zur Signographie
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Die Verschriftung der Gebärdensprache

INHALT

Conny Löffler: Die Verschriftung der Gebärdensprache

Gehörlosigkeit und Gebärdensprache / Allgemeines zur Notation von Gebärden / Gebärden-Notationssysteme / Gestalt und Gebrauch der graphischen Zeichen im Detail /Ausblick / Anhang (mit Glossar, zahlreichen Literaturangaben und Internetverweisen)

Umfassende Studie zu Schriftsystemen für die Gebärdensprache der Gehörlosen; ihren Gemeinsamkeiten, Unterschieden, Schwierigkeiten und Möglichkeiten.

Signa Nr. 7
56 Seiten, über 100 Abbildungen; Glossar, zahlreiche Literaturangaben und Internetverweise
ISBN 3-933629-13-6

Einzelheft: €9,80
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Signa Nr. 7: Rezension der Frankfurter Allgemeinen Zeitung
externer Link»Wege aus der Stille« Feuilleton der Frankfurter Allgemeinen Zeitung 

von Mark Zaurov, erschienen am 17. August 2005 

1960 schuf der Amerikaner William Stokoe zum ersten Male überhaupt eine Notation für die Gebärdensprache, die bis dahin von den Hörenden meist nicht so recht als Sprache für voll genommen wurde. Stokoe konnte, durch das Werkzeug der Aufzeichnung unterstützt, zweifelsfrei nachweisen, daß es sich tatsächlich um eine wirkliche Sprache, also ein kodifiziertes Informationssystem mit festen Regeln handelt. Andere Wissenschaftler folgten später mit der Entwicklung weiterer, verfeinerter Notationen.

1974  entwarf die Tänzerin Valery Sutton eine Notation für das Dänische Ballett, um historische Schrittfolgen festhalten zu können. Daraufhin wurde sie gebeten, etwas derartiges doch auch mal für die Gebärden der Gehörlosen zu versuchen. Durch diesen Zufall angeregt, entwickelte sie nach und nach eine  anschauliche Gebärdenschrift, die sich heute in der Gehörlosengemeinde Amerikas und anderer Länder bereits großer Beliebtheit erfreut und insbesondere  der Pädagogik sowie der Verständigung mit den Hörenden wertvolle Impulse gibt. Die Suttonsche Notation diente Conny Löffler schließlich als Grundlage ihrer Entwicklung einer Gebärdenschrift, die vor allem für die Anwendung in der Buchtypographie gedacht ist.

Conny Löffler gibt in ihrer umfassenden Studie einen Überblick der Geschichte der Gebärdenverschriftung und stellt die verschiedenen Systeme in einer detaillierten signographischen Analyse einander gegenüber.


Letzte Änderung: 12.11.2007 01:19